Einfach achtsam sein

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Du möchtest gerne achtsamer leben und lernen wie, aber es fühlt sich für dich eher wie ein weiteres To-Do auf dem Weg zum ausgeglicheneren, friedvollen und neuen Ich an? Du hast schon viel ausprobiert, aber der Effekt der Achtsamkeit stellt sich in deinem Leben nicht dauerhaft ein? Dieser eine Gedanke kann dir helfen, wirklich achtsam zu leben.

Du möchtest gerne achtsamer leben und lernen wie, aber es fühlt sich für dich eher wie ein weiteres To-​Do auf dem Weg zum ausgeglicheneren, friedvollen und neuen Ich an 😉 ? Du hast schon viel ausprobiert, aber der Effekt der Achtsamkeit stellt sich in deinem Leben nicht dauerhaft ein? 
So ging es mir auch lange. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass ich damals nicht wirklich verstanden habe, um was es dabei eigentlich geht. Oder anders formuliert: Es war für mich nie wirklich greifbar. Eher eine weitere Sache, die mein Leben besser machen sollte und verbunden war mit “Arbeit”.

Und dann ist mir vor ein paar Wochen das Buch Slow. Einfach leben von Brooke McAlary in die Hände gefallen und es hat mir einen AHA-​Moment in Punkto Achtsamkeit beschert. Und weil das so ein Schlüsselmoment für mich war und mein Verhältnis zur Achtsamkeit grundlegend verändert hat, möchte ich meinen Gedanken gerne mit dir teilen. Ich glaube, er kann nützlich sein, das Konzept der Achtsamkeit ganz leicht verständlich zu machen, damit sie ihre Kraft auch in deinem Leben entfalten kann. Aber fangen wir von vorne an.

Beim Lesen des Buches bin ich über das Wort Achtgeben gestolpert. Und wie du vielleicht schon bemerkt hast, steckt darin das Wort Geben. Das ist es, dachte ich mir plötzlich, das ist der Kern und das Wesen der Achtsamkeit. Nichts Großartiges oder etwas, das viel Vorbereitung benötigt. Es ist ein simples Geben — und zwar einen Moment unserer Wahrnehmung, unserer Aufmerksamkeit.

Heutzutage verschenken wir unsere Aufmerksamkeit regelrecht. Wir sind zerstreut und mit dem Kopf überall und nirgendwo. Alles will unsere Aufmerksamkeit. Indem du Achtsamkeit aber als bewusstes Geben verstehst, als Geschenk an die Dinge, die dir im Laufe des Tages begegnen, dann ändern sich die Dinge plötzlich. Denn wem wollen wir etwas schenken? Den fremden Menschen im Fernsehen oder auf Social Media, den Dingen, die uns ärgern? Oder den Menschen und Dingen, die wir wirklich lieben und schätzen. 

Achtsamkeit ist ein Geschenk — an dich selbst, an deine Familie, an deine Mitmenschen, deine Haustiere, an deine Umwelt. 

Und auf einmal ist das Konzept der Achtsamkeit keine große Sache mehr, sondern eine kleine, feine, stille, persönliche, die zwischen dir und der Begegnung stattfindet. Diese Erkenntnis hat mir die Achtsamkeit ganz nahe gebracht und sie mir erleichtert. 


Hier eine Liste mit Dingen, denen wir Aufmerksamkeit geben ja schenken können:

  1. Den Wind auf der Haut spüren
  2. Sich Alltägliches wieder ganz neu anschauen: Die Lieblingstasse, der Frühstücksteller
  3. Einen Körperteil genau betrachten
  4. Die Umgebung, in der man wohnt, beobachten
  5. Einen Menschen genau betrachten
  6. Wie fühlt es sich an, eingekuschelt im Bett zu liegen
  7. Das Lieblingsessen kosten
  8. Was gibt es auf dem Weg zur Arbeit, was ich noch nicht kenne
  9. Wie fühlt sich ein bestimmter Gegenstand an
  10. Dem Lachen des Lieblingsmenschen genau zuhören
  11. Sich in die Augen schauen und diese wahrnehmen
  12. Sich dem Geschmack einer Tomate widmen — richtig schmecken 
  13. Gras unter den Füßen spüren
  14. Dem Lieblingssong lauschen
  15. Das Geräusch beim Öffnen der Wohnungstür
  16. Wasser auf der Haut
  17. Der Duft der Wäsche
  18. Dem eigenen Atem zuhören
  19. Das Fell des tierischen Mitbewohners fühlen 
  20. Wie klingt die Stimme deiner Mama


Das Tolle daran ist: Je mehr Achtsamkeit wir schenken, desto lebendiger fühlen wir uns. Denn all diese winzig kleinen Dinge ergeben zusammen genommen ein Leben — vom Anfang bis zum Ende. Sie zu spüren und wahrzunehmen, befördert dich ins Hier und jetzt und genau dort findet das Leben statt. So einfach kann achtsam leben sein.


Fragen zum Nachdenken an dich:

  • Wie achtsam bist du?
  • Gibt es etwas, dass dich an mehr Achtsamkeit hindert?
  • Wem möchtest du mehr Achtsamkeit schenken?

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